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Glossar

Kalträuchern

Redaktion Beef-Jerky.info

Kurz gesagt

Kalträuchern bezeichnet das Räuchern bei etwa 15 bis 25 °C über mehrere Tage; das Fleisch bleibt dabei roh, der Rauch liefert vor allem Aroma und einen schützenden Oberflächenfilm.

Wie funktioniert Kalträuchern?

Beim Kalträuchern bleibt die Temperatur im Räucherraum niedrig. Wikipedia nennt 15 bis 25 °C und beschreibt einen „tagelangen Prozess“, bei dem sich drei bis fünf Räucherphasen mit Frischluftphasen abwechseln. Das Grillfürst-Magazin gibt zusätzlich eine Obergrenze an: nie über 30 °C. Typische Ware sind Rohschinken, Speck, Rohwurst, Lachs oder Käse. Das Fleisch wird also nicht gegart, sondern getrocknet und gewürzt.

Was der Rauch bewirkt

Rauch besteht aus vielen Verbindungen, die für Aroma und Farbe sorgen. Wikipedia führt Phenole wie Guajakol, Formaldehyd und Carbonsäuren auf. Manche Bestandteile wirken antimikrobiell, Formaldehyd etwa hemmt Hefen und Schimmelpilze. Beim Räuchern gehen zudem etwa 10 bis 40 % des Wassers verloren, und die Oberfläche härtet aus. Die Kehrseite: Der Rauch kann auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzo[a]pyren enthalten, die als krebserregend gelten. Deshalb wird in der Produktion gefiltert und es gelten Höchstgehalte.

Kalträuchern und Jerky

Für Beef Jerky ist Kalträuchern im Heimbereich selten die richtige Wahl. Kalt geräuchertes Fleisch wird nicht erhitzt; das Verfahren setzt deshalb eine geeignete Pökel- und Reifetechnik voraus, wie sie bei Rohschinken üblich ist. Jerky richtet sich dagegen nach dem Prinzip „erst Hitze, dann Trocknung“. Die US-Behörde FSIS sieht für Rindfleisch zunächst eine Erhitzung auf 71 °C (160 °F) vor, bevor getrocknet wird. Wer ein Raucharoma möchte, kann das Fleisch erst erhitzen und danach in einem Smoker oder mit Rauchholz weiterverarbeiten.

Wie lang traditionelle Verfahren sein können, zeigt das Dielenräuchern: Laut Wikipedia kann es vier bis fünf Monate dauern und schließt sich eine Reifezeit von mehr als einem Jahr an. Mit schnellen Heimmethoden hat das wenig zu tun. Das Grillfürst-Magazin beschreibt einzelne Räuchergänge von sechs bis zwölf Stunden, die sich über Tage bis Wochen verteilen.

Wie Smoker und Rauchholz in der Praxis zusammenspielen, beschreibt die Seite Beef Jerky im Smoker. Das Gegenstück zum kalten Verfahren erklärt der Eintrag Heißräuchern; zu den passenden Hölzern führt der Eintrag Rauchholz.

Quelle: Räuchern – Wikipedia