Wie arbeitet ein Dörrautomat?
Das Gerät erzeugt warme Luft und bläst sie über Roste, auf denen das Dörrgut in einer Schicht liegt. Die Penn State Extension empfiehlt für Jerky eine konstante Temperatur von 140 °F (60 °C), wobei die Streifen sich nicht berühren sollen. Die Kansas State University nennt einen Bereich von 54 bis 60 °C (130 bis 140 °F). Höhere Werte können das Fleisch außen verhärten, ohne dass das Innere durchtrocknet.
Vorher erhitzen, dann trocknen
Ein Dörrautomat tötet Keime nicht zuverlässig ab. Die Penn State Extension betont, dass Trocknen im Gerät Mikroorganismen nur inaktiviere, nicht abtöte. Deshalb wird das Fleisch vorher auf 160 °F (etwa 71 °C) erhitzt, etwa durch Aufkochen in der Marinade oder durch Backen im Ofen bei 325 °F (rund 163 °C). Alternativ kommt ein Nachschritt im Ofen nach dem Trocknen in Frage (zehn Minuten, 275 °F, rund 135 °C). Welche Variante passt, hängt davon ab, ob du die Streifen mariniert hast.
Worauf du bei der Nutzung achtest
Lege nur eine Schicht auf jeden Rost und halte Abstand zwischen den Streifen, damit die Luft zirkuliert. Prüfe die Fertigstellung mit der Biegeprobe: abkühlen lassen, biegen, es soll reißen, aber nicht brechen. Anschließend lagert das Jerky über Nacht luftdicht im Kühlschrank, danach prüfst du ein zweites Mal. Bis wann sich selbstgemachtes Jerky hält, beschreibt die Kansas State University: bestens innerhalb von ein bis zwei Monaten, für längere Lagerung gehört es in Kühl- oder Gefrierschrank.
Die Lagerangaben der Merkblätter unterscheiden sich: Die Penn State Extension rät, das Jerky je nach Fleischart innerhalb von ein bis drei Wochen zu essen, und empfiehlt Gläser für die Langzeitlagerung; zum Einfrieren rät sie, um Ranzigkeit zu verhindern. Kühl und dunkel lagern ist der gemeinsame Nenner.
Gerätevergleiche und Kaufkriterien liefert die Seite Dörrautomat für Beef Jerky. Die Arbeitsschritte erklärt die Seite Beef Jerky im Dörrautomat. Das Grundprinzip beschreibt der Eintrag Dörren.