Herkunft und Zutaten
Der Name kommt aus dem Afrikaans und bedeutet „trockene Wurst“. Droëwors ist ein Snack aus Südafrika und Namibia und geht auf die Boerewors zurück, eine mit Koriandersamen gewürzte Bratwurst. Nach Angaben von Wikipedia nehmen die Hersteller für die getrocknete Variante Rind- und Hammelfleisch statt Schwein und Kalb. Der Grund: Schweinefleisch werde beim Trocknen leichter ranzig.
Warum Droëwors meistens dünn ist
Üblich ist die dünne Form, im Afrikaans „dunwors“. Sie trocknet schneller durch und verdirbt weniger leicht als die dicke Variante („dikwors“). Wird doch ein dickeres Brät verwendet, drücken Hersteller es flach, um die Oberfläche zu vergrößern. Getrocknet wird in warmer, trockener Luft; das ist ein deutlicher Unterschied zum klassischen Trockenfleisch, das langsam in kühler, feuchter Umgebung reift. Weil Droëwors laut Wikipedia kein Pökelmittel enthält, kann sie bei feuchter Lagerung schimmeln.
Droëwors und Jerky im Vergleich
Biltong besteht aus ganzen Muskelstreifen, Droëwors aus zerkleinertem Fleisch. Das macht sie in der Herstellung heikler: Beim Wolfen vermengt sich die Oberfläche des Fleisches mit dem Inneren. Die Kansas State University stuft Hackfleisch deshalb als schwerer sicher zu machen ein als ganze Streifen und sieht für Hack-Jerky nach der Trocknung einen Ofenschritt von zehn Minuten bei rund 135 °C (275 °F) vor. Dieser Hinweis gilt für Hackfleisch-Jerky; für traditionell luftgetrocknete Droëwors gibt es keine solche einheitliche Vorgabe.
Droëwors darf nach der Wikipedia-Beschreibung ungekühlt gelagert werden, solange sie trocken bleibt. Fehlt das Pökelmittel und gerät Feuchtigkeit in den Beutel, kann sich Schimmel bilden. Deshalb gehören getrocknete Würste an einen luftigen, trockenen Platz und in dicht schließende Behälter, sobald sie vollständig abgekühlt sind.
Wer mehr über die Verwandtschaft der Produkte wissen möchte, liest bei Biltong weiter. Für die Frage, wie trocken ein Produkt sein muss, damit es sich hält, hilft der Begriff Wasseraktivität. Einen Überblick über luftgetrocknete Spezialitäten gibt außerdem die Seite Biltong.
Quelle: Dry Meat Safely at Home (MF3173) – Kansas State University Research and Extension